Geothermal gekühltes Rechenzentrum der Stadt Fulda

Rechenzentrum
Während viele Rechenzentren zur Klimatisierung klassische Kältemaschinen einsetzen, stellt die Nutzung von Erdwärme mit ihrer ständigen Verfügbarkeit eine nachhaltige Alternative dar.

Das bisherige Rechenzentrum (RZ) der Stadtverwaltung Fulda mit konventionellen Kältemaschinen besitzt mit einem Power Usage Effectiveness (PUE)-Wert von 2.0 und einem Gesamtstromverbrauch von 192.720 kWh/a eine unterdurchschnittliche energietechnische Bilanz. Die Stadt Fulda möchte mit dem neuen Rechenzentrum einen PUE-Wert nahe 1 erreichen, der Energieeinsatz wäre somit hocheffizient.

Während viele Rechenzentren zur Klimatisierung klassische Kältemaschinen einsetzen, stellt die Nutzung von Erdwärme mit ihrer ständigen Verfügbarkeit eine nachhaltige Alternative dar. Das neue Kühlkonzept sieht deshalb eine Kombination von Erdkühlung, moderner Freikühlung zur Hot Spot-Kühlung und Abwärmenutzung vor. Damit wird sich der Gesamtstromverbrauch des Rechenzentrums um 77,8 % reduzieren. Der neue PUE-Wert wird sich auf 1.15 belaufen. Damit wird das Rechenzentrum der Stadt Fulda überdurchschnittlich energieeffizient arbeiten, was den Leuchtturm-Aspekt dieser Klimaschutzmaßnahme unterstreicht. 

Energieeffizienz

Hauptverantwortlich

Magistrat der Stadt Fulda

Stadtbaurat Daniel Schreiner, Cornelia Gieler, Michael Dietzel, Dietmar Kömpel, Timo Heumüller, Dorothea Hergott 

Konzept

  • Nutzung von Erdwärme zur Kühlung des Rechenzentrums
  • Systematische Abwärmenutzung zu Heizzwecken
  • Hohe Energieeffizienz durch Kombination verschiedener Ansätze der Klimatisierungstechnik
  • Größtmögliche Autarkie im Bereich der Energie- und Datenversorgung