
Preisverleihung 2026 Ehrung der Preisträgerinnen und Preisträger auf dem Zukunftsforum Energie & Klima
Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum ehrte am Mittwoch, den 9. September 2026, im Rahmen des Zukunftsforums Energie & Klima in Kassel die Gewinnerinnen und Gewinner des Hessischen Staatspreises für innovative Energielösungen.
Der Hessische Staatspreis für innovative Energielösungen ist 2026 mit insgesamt 52.500 Euro dotiert und prämierte herausragende Ideen und Konzepte zur Erzeugung, Speicherung, Verteilung und Nutzung von Energie. Er wurde bereits zum fünften Mal vergeben und richtet sich an Unternehmen, Kommunen, soziale Organisationen, Privatpersonen, Forschungseinrichtungen sowie Schülerinnen und Schüler und Studierende. Bewerbungen konnten in den sechs Kategorien Strom, Wärme, Mobilität, Systemintegration, Nachwuchs und Gesellschaftliches Engagement eingereicht werden.
Unsere Finalistinnen und Finalisten 2026
Kategorie Strom:
- Platz 1: Die Voodin Blade Technology GmbH aus Lichtenfels, die weltweit die ersten Rotorblätter für große Windenergieanlagen aus laminiertem Furnierholz entwickelt. Diese können deutlich besser recycelt werden als herkömmliche Rotorblätter.
- Platz 2: Die in Kassel ansässige p&e power&energy GmbH. Das Unternehmen entwickelt resiliente Batteriespeicher für kritische Infrastruktur, wie Krankenhäuser und Rechenzentren. Zellfehler im Batteriesystem können isoliert werden, ohne das Gesamtsystem außer Betrieb zu setzen. Dadurch wird die Fehlertoleranz und Lebensdauer der Systeme erhöht.
Kategorie Wärme:
- Platz 1: Der Metal Energy Hub der Technischen Universität Darmstadt. Hier wurde ein innovatives Energiespeichersystem auf Basis von Eisenpulver entwickelt, mit dem Energie saisonal gespeichert und in Form von Strom, Wärme oder Wasserstoff zur Verfügung gestellt werden kann.
- Platz 2: Die MAGNOTHERM Solutions GmbH aus Darmstadt. Das Unternehmen entwickelt kältemittelfreie, wartungsarme Kühlsysteme, die bis zu 30 Prozent weniger Energie benötigen als andere Systeme. Die Kühlsysteme kommen seit 2025 bereits stellenweise in hessischen Supermärkten zum Einsatz.
Kategorie Mobilität:
- Platz 1: Das Stuttgarter GreenTech-Start-up Ammonigy GmbH mit Betriebsstätte in Gernsheim. Ammonigy macht den Einsatz von Ammoniak als CO-freiem Kraftstoff in Verbrennungsmotoren möglich. Das ist vor allem für den Schwerlasttransport – in der Schifffahrt oder für Güterloks – aber auch in Industrieprozessen interessant.
- Platz 2: Die Konvekta AG aus Schwalmstadt. Das Unternehmen produziert innovative Klimasysteme für Elektrobusse, die den Energieverbrauch und die Betriebskosten von E-Bussen reduzieren sowie deren Reichweite erhöhen.
Kategorie Systemintegration:
- Platz 1: Die Goat Energy Solutions GmbH aus Künzell bei Fulda, die ein System entwickelt hat, das digitale Zwillinge von real laufenden Multienergieanlagen erstellt und deren Betrieb über eine intelligente Steuerung optimiert. So werden verschiedene Betriebsszenarien vorausberechnet und Anlagen situativ auf die wirtschaftlich und energetisch beste Fahrweise eingestellt.
- Platz 2: Die Kreisstadt Dietzenbach mit ihrem Smart-City-Konzept. Die Stadt steuert die öffentliche Beleuchtung energieeffizient, bedarfsorientiert und datenbasiert, durch die Kombination moderner LED-Technologie mit automatischen Steuerungssystemen.
Kategorie Nachwuchs:
- Platz 1: Die Universität Kassel, Fachgebiet Leistungselektronik. Das internationale Team entwickelt einen intelligenten Transformator mit integriertem Batteriespeicher, der Strom nicht nur umwandelt, sondern auch speichert. Durch die Kombination beider Funktionen in einem Gerät werden Platzbedarf und Hardwarekosten deutlich reduziert. Zudem trägt der Transformator zur Stabilisierung des Stromnetzes bei und kann in Schnellladesäulen zum Einsatz kommen.
- Platz 2: Nachwuchswissenschaftlerin Annika Isabelle Peter aus Kassel. Sie forscht zum Einsatz von Algen zur Reduktion von CO2-Emissionen und Gewinnung von Biogas. In diesem Rahmen hat sie ein Konzept für einen Prototypen entwickelt, bei dem ein Filtersystem in die Fassade eines Gebäudes integriert und das aus Algen gewonnene Biogas zum Beheizen des Gebäudes genutzt werden kann.
Kategorie Gesellschaftliches Engagement:
- Platz 1: Die Lokalgruppe Darmstadt des ehrenamtlichen Vereins Solarcamp for Future. Mit dem Projekt „Solarcamp macht Schule“ bringt der Verein praxisnahes Wissen aus verschiedenen, für Energie- und Wärmewende essenziellen, Berufsfeldern an hessische Schulen und Berufsschulen – immer in Zusammenarbeit mit lokalen Handwerksbetrieben.
- Platz 2: Die Energiegenossenschaft Darmstadt, die auf dem Dach der Kita Niedernhausen eine Solaranlage inklusive Batteriespeicher und Stromcloud installiert hat. Das Projekt wurde ausschließlich über Bürgerbeteiligung finanziert und der lokal erzeugte Strom wird direkt von der Kita genutzt. Stromüberschüsse gehen an die Mitglieder der Energiegenossenschaft.




















