Hessischer Staatspreis Energie

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Schienenpersonenverkehr mit CO2 freier Antriebstechnik unter Verwendung von Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologie

Der blaue Brennstoffzellenzug Coradia iLint steht unter der Stahl-Glas-Halle eines Kopfbahnhofs am Bahnsteig.
© Stefan Wildhirt / LEA Hessen GmbH
Blauer Triebzug am Bahnsteig, beklebt mit weißen Symbolen für Wasserstoff- und Sauerstoffmoleküle; rechts das Gleisschild 8 B.
© Stefan Wildhirt / LEA Hessen GmbH
Blick aus dem hellblauen Führerstand eines Triebzugs durch die regennasse Frontscheibe auf die Gleise und die Bahnsteighalle.
© Stefan Wildhirt / LEA Hessen GmbH
Sechs Personen stehen bei einer Pressekonferenz hinter einem Vitrinenmodell des blauen Brennstoffzellenzugs Coradia iLint; im Hintergrund ein Aufsteller der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative Hessen.
© Stefan Wildhirt / LEA Hessen GmbH
Streckenkarte der Taunusbahn-Linien: In Violett die RB 15 von Brandoberndorf über Usingen, Friedrichsdorf und Bad Homburg nach Frankfurt, in Rot die RB 16 von Friedberg über Rosbach und Burgholzhausen, in Orange die RB 12 von Königstein über Kelkheim und Höchst und in Türkis die RB 11 von Bad Soden. Alle Halte sind einzeln benannt.
© RMV
Vier Männer in Anzügen stehen mit Spaten in aufgeschüttetem Erdreich unter einem Festzelt. Auf dem Banner dahinter steht „Erster Spatenstich Wasserstoff-Tankstelle, 26. Oktober 2020“ mit den Logos von Alstom, RMV und Infraserv Höchst über einer Luftaufnahme des Industrieparks.
© Infraserv Höchst
Prof. Knut Ringat hält die gerahmte Urkunde für die Fahrzeugmanagement Region Frankfurt RheinMain GmbH in der Kategorie Verkehr; daneben steht die bunt bemalte Löwen-Trophäe vor dem Logo des Rhein-Main-Verkehrsverbunds.
© Stefan Wildhirt / LEA Hessen GmbH
Der RMV plant zum Dezember 2022 emissionsfreie Wasserstoffzüge auf vier nicht elektrifizierten Regionalbahnstrecken im Taunus anzuschaffen. Dies nimmt immer mehr Gestalt an. Der Einsatz von Wasserstoff anstelle von Diesel macht die Fahrzeuge lokale emissionsfrei, zudem sind sie aufgrund des Elektroantriebs auch leiser. Insgesamt werden etwa gut 7.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart.

Das Konzept besteht aus der Beschaffung einer der ersten und zum jetzigen Zeitpunkt weltweit größten Flotte von mit Wasserstoff angetriebenen Schienenfahrzeugen des Personenverkehrs inklusive deren Wartung und der Sicherung der Wasserstoffversorgung und Betankung. 

Zum Zeitpunkt der Beschaffungsentscheidung befanden sich erst zwei Vorserienfahrzeuge des Herstellers Alstom im probeweisen Fahrgastbetrieb in Norddeutschland. Das Konzept ging zunächst vom Einsatz industriell erzeugten "Abfall-Wasserstoff" aus dem Industriepark Frankfurt-Höchst aus, zukünftig soll der Wasserstoff aber aus regenerativen Quellen stammen.


Mobilität

Hauptverantwortlich

Fahrzeugmanagement Region Frankfurt RheinMain GmbH / Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH

Alte Bleiche 5
65719 Hofheim am Taunus
Tel 06192 294-0
www.rmv.de

Konzept

Die Herstellerverantwortung hinsichtlich Instandhaltung und Energieversorgung weist vertraglich und strukturell einen sehr hohen Innovationsgrad auf. Mit dem Projekt wird diese Antriebstechnik auch auf den Schienenfahrzeugbereich erweitert. Weiterhin werden bei der Bereitstellung des Wasserstoffs und der Errichtung der Tankstelle neue Wege gegangen und Erfahrungen gesammelt.

zur Website

Das sagt die Jury

Porträt von Jun.-Prof. Dr. Ulrike Kramm: eine lächelnde Frau mit dunklem, halblangem Haar im schwarzen Blazer über hellblau gestreifter Bluse vor grauem Hintergrund.

„Es handelt sich um ein Leuchtturmprojekt für Hessen, das nicht nur in andere Regionen Deutschlands ausstrahlen, sondern auch international eine hohe Wahrnehmung bekommen wird.“

Prof. Dr. Ulrike Kramm, Technische Universität Darmstadt